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Diskriminierung - was dagegen getan werden muss!

Die größte Betroffenenbefragung, die bislang in Deutschland zum Thema Diskriminierung organisiert wurde, führte zu wichtigen Handlungsempfehlungen. Veröffentlicht wurden sie jetzt von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Rahmen des Berichts "Diskriminierungserfahrungen in Deutschland".

20.12.2017
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Für den Bericht analysierten dessen Autoren Steffen Beigang, Karolina Fetz, Dorina Kalkum und Magdalena Otto eine schriftliche Betroffenenbefragung, an der sich mehr als 18 000 in Deutschland lebende Menschen ab einem Alter von 14 Jahren beteiligt haben. Die Umfrage wurde von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Berliner Humboldt-Universität durchgeführt. Der nun auf dem Online-Portal der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sowie in Kürze auch in Druckfassung bei NOMOS vorliegende Bericht nimmt die unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen genau unter die Lupe und versucht beispielsweise Antworten darauf zu finden, in welchen Lebensbereichen Diskriminierung erlebt wird, welche Personen ein hohes Diskriminierungsrisiko haben oder wie Menschen auf Diskriminierungserfahrungen reagieren.

Mit übergreifenden Handlungsempfehlungen, die aus Sicht des Forschungsteams aufgrund der durch die Umfrage gewonnenen Erkenntnisse folgen müssen, endet der Bericht. Unter anderem wird empfohlen, bestehende Lücken im Antidiskriminierungsrecht zu schließen und den Schutz für Betroffene auszuweiten. Auch eine Ausweitung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf den staatlichen Bereich zählt zu den vorgeschlagenen Maßnahmen. Zudem müsse geprüft werden, so die Autoren, ob die bestehenden Diskriminierungsmerkmale wie ethnische Herkunft, Behinderung, Alter, Geschlecht, Religion und Weltanschauung sowie sexuelle Identität auszuweiten sind. Hier empfehlen die Forscherinnen und Forscher insbesondere eine Erweiterung auf äußerliche Merkmale beziehungsweise das Erscheinungsbild eines Menschen. Weiterführende Informationen für den erfolgreichen Kampf gegen Diskriminierung geben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auch auf der didacta 2018 in Hannover auf ihrem Messestand.

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Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf der didacta

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