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Frühe Bildung

Klare Kante gegen Schulstrukturdebatten in Niedersachsen

Grant Hendrik Tonne, seit Ende November Niedersachsens neuer Kultusminister, tritt mit einer ambitionierten Agenda an. Die Verbesserung der Unterrichtsversorgung und Entlastung der Lehrkräfte soll mit Kontinuität, Stabilität und Verlässlichkeit in der niedersächsischen Schullandschaft einhergehen.

05.12.2017
GHT_Nds_Kultusministerium_Agenda
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne

Auf der Agenda, die Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtags vorstellte, stehen unter anderem die Beitragsfreiheit im Kindergarten, eine Flexibilisierung des Einschulungstermins, die Verbesserung der Unterrichtsversorgung und Entlastung der Lehrkräfte im Schulalltag sowie eine stärkere Serviceorientierung der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Auch das dringend gebotene Nachsteuern bei der Inklusion will Tonne in Angriff nehmen. Bei den genannten Vorhaben plant der neue Kultusminister Niedersachsens, sehr dialogorientiert vorzugehen und den Austausch mit allen Akteuren zu suchen. Allerdings zeigte er keinerlei Diskussionsbereitschaft bei Themen, die den so genannten Schulfrieden gefährden. Gleich zu Beginn der Ausschusssitzung betonte Tonne: "Schulstrukturdebatten wird es mit mir nicht geben!"

Tonne stellte klar, dass es für die neue Niedersächsische Landesregierung keine besseren oder schlechteren Schulformen gebe: "Wir werden weder neue Schulformen erfinden, noch bestehende in Frage stellen. Die Schulen, die unsere niedersächsische Schullandschaft ausmachen, sind wichtig, vielfältig und bereichernd. Deshalb setzen wir auf Kontinuität, Stabilität und Verlässlichkeit in unserer Schullandschaft. Die Koalition bekennt sich ausdrücklich zum Schulfrieden, "und dafür stehe ich auch ganz persönlich", betont Niedersachsens neuer Kultusminister. Wichtiger sei ihm, unter anderem bei der Unterrichtsversorgung an den allgemeinbildenden Schulen, mit einem Mix aus unterschiedlichen Maßnahmen und 1 000 zusätzlichen Lehrkräften schnellstmöglich im Durchschnitt mehr als 100 Prozent zu erreichen. "Eine gute Lehrerversorgung ist die Grundlage für guten Unterricht, für gute Bildungschancen, für Planbarkeit in den Schulen und Verlässlichkeit aus Elternsicht", erklärt Tonne. Auch bei der Umsetzung der Inklusion soll laut Tonne mit mehr Personal und mehr Zeit in den Regionen "nachgesteuert werden, ohne vom Kurs abzuweichen." Tonne will 430 Stellen für Inklusionsfachkräfte an den allgemeinen Schulen entfristen und jährlich 150 zusätzliche Stellen für weiteres Fachpersonal schaffen. "Expertise einholen, gemeinsam beraten, pragmatisch und unideologisch entscheiden und gemeinsam vertreten - das wird das Motto meiner Arbeit sein", so Tonne. "Ich setze auf Pragmatismus beim Lösen von Herausforderungen, Kontinuität in der Schulstruktur und Fantasie bei der Gestaltung der modernen Schule 2040. Ich bin dabei sehr offen für Ideen und für Vorschläge!"

Auf der didacta 2018 in Hannover wird das Niedersächsische Kultusministerium in Halle 12 mit den drei Schwerpunktbereichen "Inklusive Schule, Ganztagsschule sowie Chancen und Möglichkeiten der beruflichen Bildung" vertreten sein, die durch Schulen aller allgemeinbildenden Schulformen präsentiert werden, ergänzt durch drei berufsbildende Schulen. Zudem werden auch die Themenbereiche "Frühe Bildung", "Berufsorientierung", "Digitalisierung", "Niedersächsischer Bildungsserver(NiBiS)/NLQ" und "Lesen", repräsentiert durch den Friedrich-Bödeker-Kreis und die Akademie für Leseförderung, auf dem didacta-Messestand des Niedersächsischen Kultusministeriums zu finden sein.

Nieders. Kultusministerium auf der DIDACTA

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