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didacta 2018, 20. - 24. Februar
Bildungsmedienverlage 2014:

Bildungsstandort Deutschland mitgestaltet

2014 haben die deutschen Bildungsmedienhersteller rund 8.000 Titel für die allgemeinbildende Schule, die berufliche Bildung und Erwachsenenbildung auf den Markt gebracht. Der Umsatz der Branche blieb stabil bei 419 Mio. Euro. Digitale Bildungsmedien erweitern die Produktpalette, tragen aber kaum zum Umsatz bei.

20.02.2015

Hannover/Frankfurt am Main. 2014 haben die deutschen Bildungsmedienhersteller rund 8.000 Titel für die allgemeinbildende Schule, die berufliche Bildung und Erwachsenenbildung auf den Markt gebracht. Der Umsatz der Branche blieb stabil bei 419 Mio. Euro. Digitale Bildungsmedien erweitern die Produktpalette, tragen aber kaum zum Umsatz bei.

Verbandsvorsitzender Wilmar Diepgrond: "Egal, ob zum Start neuer Lehrpläne oder bei der Neuordnung von Berufsbildern – die Bildungsmedienhersteller haben auch 2014 mit ihren didaktischen Konzepten den Bildungsstandort Deutschland mitgestaltet." Das allerdings werde, so Diepgrond, schwieriger: "Wir erleben, dass Bildungsreformen immer schlechter auf die Arbeitsabläufe in den Schulen abgestimmt werden. Beispielsweise in Niedersachsen wird es ab Herbst 2015 neue Lehrpläne für das Gymnasium geben. Das Land legt diese aber erst zum Schuljahresbeginn vor. Es gibt also weder ausreichende Fortbildungen für die Lehrkräfte noch werden wir die passenden Unterrichtsmaterialien anbieten können."

Auch der Umsatzanteil an digitalen Medien ist trotz einer immer größeren Produktpalette gering. "Wir sehen einen Widerspruch zwischen der Vielzahl digitaler Lernmedien, die die Verlage heute im Angebot haben, und der langsamen Entwicklung der digitalen Infrastruktur an den Schulen und Institutionen der Erwachsenenbildung", erklärt Diepgrond: "Und wir beobachten mit Sorge, dass eine einseitige Finanzierung von Hardware ohne die nötigen Lehr- und Lernmedien dazu führt, dass Lehrkräfte im Alleingang auf didaktisch und rechtlich unsichere Materialien zurückgreifen müssen."

Dennoch investiert die Branche weiter in ein rechtlich sicheres, herstellerunabhängiges und verlagsübergreifendes Angebot: Auf der didacta 2015 in Hannover wird eine Preview von BILDUNGSLOGIN vorgestellt. In einem zentralen Medienregal wird damit der Zugang zu verschiedenen digitalen Produkten deutscher Bildungsmedienverlage verwaltet: zu digitalen Schulbüchern, Online-Anwendungen oder angereichertem Unterrichtsmaterial.

Der Umsatz mit analogen und digitalen Produkten für Allgemeinbildende Schulen ist mit 301 Mio. € im Jahr 2014 stabil geblieben. Zwar wird der Branchenumsatz nach wie vor von schrumpfenden Budgets der Schulträger und der negativen demografischen Entwicklung beeinflusst. Positiv bemerkbar machte sich 2014 aber die Einführung neuer Lehrpläne für bayerische Grundschulen und für die Sekundarstufe II in Nordrhein-Westfalen.

Der Branchenumsatz für die Berufliche Bildung ist um 4 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen auf ca. 47 Mio Euro. Grund dafür ist die zunehmende Akademisierung der Berufsausbildung in Form von Bachelor-Studiengängen und dadurch ein erneuter Rückgang bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im dualen System. Den Umsatz positiv beeinflusst haben jedoch wichtige Lehrpläne, die 2014 in Kraft getreten sind, beispielsweise bei der Neuordnung der Büroberufe. Auch 2015 wird sich die Zahl der Lernfeld- und kompetenzorientierten Lehrpläne weiter erhöhen.

Eine positive Entwicklung von 3 % verzeichnete die Erwachsenenbildung mit einem Jahresumsatz von 71 Mio. Euro. Durch die stärkere Arbeitsmigration der letzten Jahre ist die Nachfrage nach Integrationskursen und nach Angeboten im Bereich "Deutsch als Zweitsprache" deutlich gestiegen mit einem Umsatzzuwachs von 24 %. Dem steht jedoch ein Rückgang bei den Materialien für das Selbstlernen (-6 %) und den Wörterbüchern (-8%) gegenüber.

Der Verband Bildungsmedien vertritt die Interessen von rund 80 Bildungsmedienherstellern in Deutschland. Mit insgesamt 60.000 lieferbaren Produkten für rund 3.000 Lehrpläne und über 300 Ausbildungsberufe unterstützen sie Lehrkräfte in allen Bereichen des Unterrichts – analog und digital, lehrplangerecht, rechtssicher und didaktisch geprüft. Weitere Informationen finden Sie unter www.bildungsmedien.de .

Sie finden den Verband Bildungsmedien e.V. auf der didacta – die Bildungsmesse vom 24. bis 28. Februar 2015 in Hannover in Halle 16, Stand E22. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre Ansprechpartnerin:
Dr. Dagny Ladé
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verband Bildungsmedien e.V.
Zeppelinallee 33
60325 Frankfurt am Main
T +49 69 98 66 97 6 - 14
F +49 69 98 66 97 6 - 20
lade@bildungsmedien.de
www.bildungsmedien.de

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